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Diese Seite wurde von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Übersetzungsprojekts „Aktionen ohne Grenzen“ übersetzt. Mehr darüber
 
Kannst du dir eine bessere Welt vorstellen?

Herzlich willkommen! Auf dieser Seite wollen wir dich dazu einladen, dir eine bessere Gesellschaft in einer besseren Welt vorzustellen. Und wir werden dir auch sagen, wie wir diese Vorstellung hier und jetzt in die Realität umsetzen können. Wenn du Meinungen zu unserem Projekt lesen willst, klicke auf die Fotos. Auf dieser Seite hier kannst du erfahren, warum Projekte wie das unsere unerlässlich sind, wie unser Projekt funktioniert und wie du daran mitarbeiten kannst. Danke!

1. Wie stellen wir uns eine bessere Welt vor?
2. Die Aufgabe: verpasste Gelegenheiten
3. Die Chance: gemeinsame Interessen
4. Von Märkten und Bibliotheken lernen
5. Einige Anregungen
6. Aufgabenstellung und Maßnahmenkatalog
7. Wie du jetzt schon aktiv werden kannst

1. Wie stellen wir uns eine bessere Welt vor?

Wir wollen in einer Welt leben, in der alle Menschen frei und in Würde leben können, in der jeder anderen helfen kann, wenn er es will, und in der keine Gelegenheit aktiv zu werden oder zusammenzuarbeiten ungenutzt bleibt.
Das ist unsere Vision, unser Ideal. Um es zu erreichen, gehen wir von Folgendem aus:
  1. Es gibt auf der ganzen Welt Menschen, die grundsätzliche Werte und Ziele teilen.
  2. Mit diversen Hilfsmitteln können wir heute leichter als je zuvor Kontakt aufnehmen und uns austauschen.
  3. Die Welt könnte eine ganz andere sein, wenn es in Wohnvierteln, Kommunen, Schulen und Firmen - virtuell oder direkt vor Ort - mehr Möglichkeiten zum aktiven Mitmachen und zur Zusammenarbeit gäbe.

Wie anders könnte die Welt sein? Das wissen wir auch noch nicht, aber wir können es ja gemeinsam herausfinden. Dazu müssen wir nur einen schnellen Blick auf unser unmittelbares Umfeld werfen, uns eine bessere Welt vorstellen und Menschen überall zur Mitarbeit auffordern. Gerade darum geht es bei unserem Vorhaben. Ob jemand nun wenig oder mehr Zeit aufwenden kann, wir freuen uns über jede Unterstützung.


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2. Die Aufgabe: verpasste Gelegenheiten

Es ist gut möglich, dass gerade in diesem Augenblick in einem Land zwei Menschen in verschiedenen Stockwerken desselben Hochhauses aus dem Fenster blicken und - unabhängig voneinander - statt eines unansehnlichen Grundstücks lieber einen Garten oder einen Spielplatz vor dem Haus hätten. Im Alleingang kann das aber schwer zu verwirklichen sein und in vielen Wohnvierteln, arm oder reich, ist es einfach nicht in Erfahrung zu bringen, ob andere dieselben Wünsche haben - sie können in derselben Straße oder ein Stockwerk höher bzw. tiefer wohnen und würden nur zu gerne mithelfen, wüssten sie nur, wo und wie sie mit Gleichgesinnten in Kontakt treten könnten.

Das ist nur ein Aspekt der zu bewältigenden Aufgabe. Damit sich Menschen für ihre Umgebung engagieren können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: wir brauchen Hoffnung und Vertrauen, ein Minimum an Freiheit und die Möglichkeit mit Gleichgesinnten Kontakt aufnehmen zu können. Darüber hinaus könnten Zusatzinformationen über die zu lösenden Aufgaben gebraucht werden sowie Erlebnisberichte und Ideen von Menschen, die bereits Ähnliches gemeistert haben und Vorgehensoptionen, die allen sinnvoll erscheinen.

Manchen Menschen stehen diese Voraussetzungen schon zur Verfügung, doch viele haben noch keinen Zugriff darauf. Deshalb bleiben täglich unzählige Chancen des Aktivwerdens und der Zusammenarbeit ungenutzt. Was könnte nur alles in einem Wohnviertel, einer Schule oder einer Kommune mit den entsprechenden Ressourcen vollbracht werden. Das brachliegende Potenzial in der Welt stimmt uns einerseits traurig, andererseits ist es aber ein ungeheuerer Ansporn zum Engagement. Hier sind einige Beispiele:

  • Bei über sechs Millionen nichtstaatlichen und gemeinnützigen Organisationen, die an allen Fronten arbeiten, wurden die meisten Gesellschafts- und Umweltprobleme irgendwo in der Welt schon einmal in Angriff genommen. Vielen Organisationen mit großartigen Programmen fehlen aber bedauerlicherweise die nötigen Mittel, um allen und überall helfen zu können.

  • Kinder aller Altersgruppen haben oft wunderbare Ideen zur Verbesserung ihrer Schule oder Kommune. Sie können sich aber selten Gehör verschaffen und haben meist keine Gelegenheit sich mit anderen zu organisieren.

  • Besonders in größeren Firmen, in denen nicht jeder jeden kennt, gibt es oft Menschen, die sich u. a. gerne für Menschenrechte oder für die Umwelt einsetzen würden oder die dazu beitragen möchten, dass sich ihre Firma stärker in der Kommune engagiert. Häufig wissen sie jedoch nicht, wie sie mit anderen in der Firma Kontakt aufnehmen könnten.

  • Tausende Online-Zeitungen liefern uns Nachrichten, die uns traurig oder ärgerlich stimmen. Selten hat jedoch eine einen Link wie z. B. "Wenn Sie etwas dagegen unternehmen möchten, hier klicken".

  • Täglich heben Tausende von Flugzeugen ins Ausland ab, die nicht voll ausgebucht sind. Könnten diese freien Plätze nicht an ehrenamtliche Helfer vergeben werden, die gerne ein Jahr in einem anderen Land arbeiten würden?

Dieses Potenzial, das jetzt brachliegt, wird uns bei unserer Arbeit ein Ansporn sein. Wir sind überzeugt, dass wir mit vereinten Kräften trotz unterschiedlicher Herkunft Zeichen setzen können.


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3. Die Chance: gemeinsame Interessen


Foto: Bossa67
Wenn Sportler aus aller Welt sich bei internationalen Wettkämpfen treffen, wird ihre unterschiedliche Herkunft augenscheinlich. Sie sprechen verschiedene Sprachen und sind verschiedener ethnischer, politischer und religiöser Herkunft. Dennoch haben sie vieles gemein. Alle möchten sie auf dem Siegerpodest stehen, wünschen sich schönes Wetter, einen wettkampfgerechten Sportplatz und vor allem halten sie sich alle an die Spielregeln ihrer Sportart.

Ebenso gibt es viele Menschen auf dieser Welt, die ungeachtet ihrer Sprache, ihres Glaubens oder ihrer politischen Einstellung einen gemeinsamen Nenner für ihr Zusammenleben finden. Die Spielregeln, die die meisten von uns bei sich selbst angewandt haben möchten, wurden oft in Essays, Erklärungen oder Gesetzen in schönen Worten ausgedrückt. Die Regeln für unsere Zusammenarbeit lassen sich in wenigen Sätzen auf einen gemeinsamen Nenner bringen:

  • Im Geiste der Menschlichkeit und des gegenseitigen Respekts, möchten wir zu einer Welt beitragen, in der alle Menschen in Freiheit und Würde leben.
  • Wir gehen dabei weder gewalttätig noch rechtswidrig vor noch diskriminieren wir in irgendeiner Weise gegen eine Person oder Gruppe aufgrund deren Rasse, Herkunft, Staatsangehörigkeit, Religion, Sprache, Geschlecht, sexuellen Identität oder körperlichen oder geistigen Fähigkeiten.
  • Den meisten Gesellschafts- und Umweltproblemen ist vielfältig beizukommen - Universallösungen funktionieren meist nicht.
  • Geduld, Einfühlungsvermögen und Lachen können gar nicht überschätzt werden.

Dieses Motto haben sich Menschen schon seit langer Zeit zu Eigen gemacht. Doch erst heute können wir uns über Grenzen hinweg helfen und schnell ein Netzwerk von Menschen und Organisationen aufbauen, die lokal handeln, global denken und ihr Wissen gerne mit anderen teilen.


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4. Von Märkten und Bibliotheken lernen


Foto: Katrinskaya
Sich Austauschen, aktiv Handeln und Nachdenken ist schön und gut, doch wie können wir das am besten vor Ort und in aller Welt bewerkstelligen? Wie können wir zusammenarbeiten und aus den verschiedenen Ansätzen so viel wie möglich herausholen und dabei respektieren, dass wir nicht alle immer einer Meinung sein müssen? Vier Faustregeln der Geschäftswelt und öffentlichen Bibliotheken können uns helfen, das richtige Maß zu finden und so viele Kontakte wie nur möglich anzuknüpfen. Diese sind wie folgt:

  1. Ein breit gestecktes Ziel: Bibliotheken geben Menschen Zugang zu mehr Büchern; Märkte stellen die von uns gebrauchten (oder auch nicht gebrauchten) Produkte bereit.
  2. Reiche Auswahl: Hunderte von Büchern; eine breite Produktpalette.
  3. Einige wenige Verhaltensregeln: Bücher müssen zurückgebracht werden, damit andere sie lesen können; wir müssen für unsere Einkäufe bezahlen.
  4. Unparteilicher Service: Bibliothekare und Bibliothekarinnen zwingen uns nicht, ihre Lieblingsbücher zu lesen. Sie unterstützen aber jedermanns Recht auf Lesen.

Als wir 1995 die Website "Idealist" einrichteten, hatten wir folgende Ansatzpunkte im Auge:

  1. Ein breit gestecktes Ziel: Eine Welt schaffen, in der alle Menschen selbstbestimmt und würdig leben können.
  2. Reiche Auswahl: Zehntausende von Organisationen mit einer breiten Palette an Handlungs- und Denkansätzen.
  3. Einige wenige Verhaltensregeln: Niemand darf "Idealist" für einen Aufruf zu gewalttätigen bzw. rechtswidrigen Handlungen missbrauchen oder zu Handlungen aufrufen, die in irgendeiner Form gegen eine Person oder Gruppe aufgrund deren Identität diskriminieren.
  4. Unparteilicher Service: Auch wenn die Website "Idealist" Menschen und Organisationen eine Plattform zur Kontaktaufnahme bietet, geben wir keinem Anliegen, keiner Anschauung oder Organisation den Vorzug. Wir sind einzig und allein darauf bedacht, dazu beizutragen, dass Menschen aus aller Welt ihr Recht ausüben können, rechtmäßig und gewaltlos zusammenzuarbeiten, um ihr eigenes Leben und das der Allgemeinheit zu verbessern.

In den letzten zehn Jahren wurden diese Ansatzpunkte einer Nagelprobe unterzogen. 60,000 Organisationen aus über 190 Ländern sind bislang bei "Idealist" registriert und Millionen von Menschen haben sich mit ihnen in Verbindung gesetzt. Diese Zahlen sind zwar ermutigend, aber sie sind nur ein Bruchteil dessen, was wir gemeinsam fertig bringen können. Wir können diese Grundsätze aber auch auf weitere Aufgabenbereiche anwenden, um noch mehr zu bewirken.


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5. Einige Anregungen


Foto: Mickipedia
Veranschaulichen wir uns noch einmal das Hochhaus, in dem zwei Nachbarn aus ihrem Fenster blicken. Wie können wir es den beiden ermöglichen, zunächst miteinander Kontakt aufzunehmen und dann mit Organisationen, die zu einer Zusammenarbeit bereit sind?

Dies könnte z. B. durch eine zentrale Anlaufstelle in den jeweiligen Wohnvierteln oder Kommunen geschehen. Im einfachsten Fall könnten Interessierte dort durch ein schwarzes Brett miteinander Kontakt aufnehmen. Solche zentralen Anlaufstellen können je nach Umständen vor Ort wie folgt aussehen:

Entweder könnte es eine Räumlichkeit sein (z. B. bei einer lokalen Organisation, in einer Schule, in einem Gemeindezentrum, in einer Gebetsstätte einer Glaubensgemeinschaft, in einem Café, in einem Geschäft oder in einer Bibliothek), unterstützt durch E-Mail oder Internet wo immer möglich. Oder es könnte eine Anlaufstelle online sein, mittels derer Treffen an Orten in der Kommune vereinbart werden können.

Eine einfache zentrale Anlaufstelle - entweder ein schwarzes Brett an einer Wand oder online - reicht meist aus, könnte aber auch allmählich wie folgt ausgebaut werden:

  • Ein Ort der Begegnung, der jeden Tag oder aber auch nur für ein paar Stunden die Woche geöffnet ist, an dem Ideen ausgetauscht, Pläne und Projekte vorgeschlagen, Kurse belegt oder unterrichtet, Ressourcen für sich oder andere gefunden werden können oder wo man einfach nur jemanden finden kann, der während seiner Abwesenheit die Blumen gießt.
  • Organisationen jeder Art können mittels der zentralen Anlaufstelle Kontakt zur Kommune aufnehmen und je nach Bedarf und Dringlichkeit mit Einzelpersonen zusammenarbeiten. Genau so wie Zahnpasta-, Milch- und Kaffeelieferanten durch Supermärkte mehr Menschen erreichen und uns ein reiches Produktsortiment bieten, können zentrale Anlaufstellen Organisationen, die sich u. a. für Menschenrechte, Gesundheitsvorsorge und wirtschaftliche Entwicklung einsetzen, helfen Zielgruppen zu erreichen bzw. es umgekehrt Zielgruppen ermöglichen, Organisationen für eine Zusammenarbeit zu kontaktieren.
Gesundheitswesen Menschenrechte Wirtschaftliche
Entwicklung
Andere
Gruppen
Zentrale
Anlaufstelle
community pt diagram
  • Eine Möglichkeit zum Austausch von Ideen, Informationen und Ressourcen mit Menschen in Kommunen in aller Welt, egal wie nah oder fern, die ähnliche Aufgaben zu bewältigen haben.
  • Das undefinierbare und dennoch bedeutsame Gefühl vermitteln, dass auch andere mit ähnlichen Aufgaben kämpfen - dass in unserer Kommune und in aller Welt Menschen unsere Arbeit verstehen und unterstützen.

Die jeweilige Umsetzung ist zwar von Ort zu Ort verschieden, aber es kann durchaus sein, dass du in ein, zwei Jahren, egal wo, eine zentrale Anlaufstelle aufsuchen kannst, wo dir gleich alles vertraut vorkommt. Sprache oder Kultur spielen keine Rolle, denn du findest Menschen und Gruppen vor, die ihrer Kommune eine größtmögliche Palette an Projekten, Serviceleistungen oder Möglichkeiten bieten und gleichzeitig ihre Ideen und Ressourcen mit Menschen in aller Welt teilen.


Anwendung dieser Grundsätze in einem größeren Rahmen

Den zentralen Anlaufstellen liegt die Idee zugrunde, dass, wenn sich zwei oder mehr Menschen mit den gleichen Zielen irgendwo treffen, positive Zeichen gesetzt werden können. Wenn das in Wohnvierteln, Städten und Dörfern verwirklicht werden kann, dann ist es auch in Schulen, Universitäten, Unternehmen und sonstigen Institutionen möglich. Folgende Möglichkeiten sind denkbar:

Schulvereine
Man stelle sich nur vor, zwei Schüler einer Schule mit ähnlichen Ideen für ein gutes Projekt könnten sich binnen weniger Tage finden. Voraussetzung dafür ist Zeit und ein Ort in der Schule, wo sie sich treffen können. Eine bereitwillige Lehrkraft und Organisationen, die der Schule und den Schülern beistehen möchten, könnten gegebenenfalls Schützenhilfe leisten.

Universitätsnetzwerke
An vielen Hochschulen und Universitäten gibt es vielfältige studentische Gruppen mit verschiedensten Zielen. Ein starkes Netzwerk von Studenten und Mitarbeitern, das alle Gruppen miteinander verbindet und unterstützt, das mehr außeruniversitäre Möglichkeiten miteinbezieht und somit die Universität in die Kommune und das Umfeld einbindet.

Arbeitsplatzinitiativen
Dazu zählen u. a. die Zusammenführung von Menschen innerhalb einer Firma, die an den gleichen lokalen oder globalen Initiativen arbeiten möchten, ein Link auf der Firmen-Website, damit Mitarbeiter und Kunden sich leichter daran beteiligen können und Firmen jeder Größenordnung helfen, lokale Organisationen zu finden sowie Firmen die Kontaktaufnahme mit anderen in ähnlichen Branchen ermöglichen, die bereits umweltfreundlichere und sicherere Herstellungsmethoden entwickelt haben.

Gemeinsame Werbekampagnen

Foto: RJL20
Fast alle gemeinnützigen Organisationen möchten ein größeres Publikum erreichen aber dazu fehlen meist die Mittel. Gemeinsam könnten wir es aber schaffen. Genauso wie erfolgreiche Tourismuskampagnen für ein ganzes Land werben (und nicht nur für ein einzelnes Hotel oder einen Ferienort), so könnte eine Reihe von Anzeigen - lustig, kreativ, nicht moralisierend - in den verschiedensten Medien Aktionen und Zusammenarbeit auf der ganzen Welt fördern. Über eine Website oder Telefonnummer könnten Interessierte dann Näheres erfahren. In den nächsten Wochen werden wir über Idealist.org Leute auf der ganzen Welt auffordern, kurze Videos mit ihren eigenen Ideen zu produzieren (Details in Kürze), die online abrufbar sein werden.

Kommunale Treffen
Dann könnten in kommunalen Treffen Geschäftsleute, Medien und führende Bürgervertreter gebeten werden, einen kleinen Beitrag zu leisten, damit Menschen sich in ihrer Kommune leichter engagieren können. So könnten Medien Anzeigenplatz zur Verfügung stellen, eine Telefongesellschaft könnte auf ihrer Rechnung die Nummer eines örtlichen Informationsdienstes angeben und ein Verband von Kleinunternehmern könnte seine Mitglieder auffordern, eine lokale Organisation ihrer Wahl zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass, wenn eine gewisse Anzahl wichtiger Akteure an einem Tisch sitzen und sie um einen relativ kleinen Beitrag zum Gemeinwohl gebeten werden, sie in der Regel dazu bereit sind. Doch um zu beweisen, dass diese Theorie auch wirklich funktioniert, müssen wir sie zuerst an einem oder zwei Orten ausprobieren. Noch in diesem Jahr werden wir unseren Plan in New York und Buenos Aires (und in jeder anderen Stadt, die sich bereit erklärt) ausführen und über unsere Erfahrungen berichten.

Alle diese Anregungen ergänzen und stützen einander und basieren auf den vier gleichen Prinzipien: ein breit gestecktes Ziel, einige wenige Verhaltensregeln, auf die wir uns alle einigen können, unparteiliche Hilfe und möglichst viele Beteiligungsmöglichkeiten.


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6. Aufgabenstellung und Maßnahmenkatalog

Wie schaffen wir das nun alles? Wie regen wir zu neuen Lösungsmöglichkeiten in den Kommunen, Orten und Schulen an und wie bringen wir dann die Menschen zusammen, die diese umsetzen möchten? Wie gewährleisten wir, dass z. B. eine pensionierte Ärztin, die gerne ein Jahr ehrenamtlich helfen möchte, den Einsatzort findet, wo sie am meisten ausrichten kann? Wie ermöglichen wir es kleineren und größeren Firmen, leichter lokale Organisationen zu finden und zu unterstützen? Wie können wir dazu beitragen, dass eine Organisation mit einem neuen Projekt - sei es für Frauen oder Kinder, ertragreichere Ernten oder weniger Landmienen - direkt mit den Hunderten von Anlaufstellen im jeweiligen Land zusammenarbeiten könnte?

Stell dir nur einmal vor, eines Morgens seien alle Telefone und Computer dieser Welt ausgestöpselt. Drei oder vier Milliarden Menschen in Tausenden von Orten müssten ihre Telefone und Computer wieder einstöpseln, damit das gesamte Netz wieder funktioniert. Doch zuvor gibt es kurzfristig kein Netz, keine Verbindung mehr und es ist kein Kontakt zwischen Menschen möglich.

Unsere Situation ist ähnlich. Uns steht alles zur Verfügung, was wir für ein weltweites Netz von Leuten brauchen, die eine bessere Welt schaffen wollen. Aber zuerst müssen wir Kontakt aufnehmen und Verbindungen herstellen, dann erst können wir „einstöpseln.“ Die folgenden konkreten Schritte können uns diesem Ziel näher bringen:

  1. Indem du dich hier auf der Webseite registrierst kannst du Menschen aus aller Welt erreichen und sie dazu einladen beim Aufbau dieses Netzes, bei der Ansammlung von Ideen und Ressourcen und bei der Mitgestaltung und Verfolgen dieser Initiative beizutragen.
  2. Persönlichen Kontakt herstellen und darüber reden, wie man Menschen, Ideen und Ressourcen in der Kommune, Stadt, Schule oder am Arbeitsplatz miteinander in Verbindung bringen könnte. (Mehr dazu später.)
  3. Lokale Beraterteams ins Leben rufen, die an ihrem Wohnort, Arbeitsplatz oder an der Universität helfen, solche Verbindungen herzustellen.
  4. Es ist ausserdem wichtig Menschen zu erreichen, die keinen Zugang zum Internet haben, z.B. mittels Flugblätter, Plakate oder Veranstaltungen.
  5. Eine Vielzahl von Ideen ausprobieren – von Gemeindezentren über Klubs in Schulen bis zu kommunalen Treffen – und aus der Erfahrung lernen.
  6. Die Information in möglichst vielen Sprachen zugänglich machen.

Im Zuge der Verwirklichung dieser Maßnahmen kommen bestimmt weitere Pläne hinzu und vieles mehr wird möglich sein. Unsere Zielsetzungen bleiben jedoch unverändert: Durch die Zusammenführung von Menschen, Organisationen und Ressourcen können wir gemeinsam für eine bessere Welt sorgen - eine Welt, in der mehr Menschen in Freiheit und Würde leben können.

Auch du kannst dazu beitragen, wo immer du lebst. Mit der Zeit können wir gemeinsam dafür sorgen, dass zu unseren Lebzeiten und in unseren Kommunen möglich wird, was unmöglich schien. In einer Welt konkurrierender Anschauungen, begrenzter Ressourcen und unbeabsichtigter Folgen werden wir bei Gesellschafts- und Umweltproblemen immer wieder mit Hürden konfrontiert. Diese sind jedoch nicht unüberwindbar. Telefone und Computer geben uns mehr Möglichkeiten und wir können sicherlich in einem Land mit Meinungs- und Pressefreiheit mehr ausrichten. Die heutigen Ressourcen und kollektive Erfahrung lassen allerdings diese Hindernisse schwinden. Inwiefern? Finden wir das doch gemeinsam heraus.


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7. Wie du jetzt schon aktiv werden kannst

Folgendes kannst du jetzt gleich tun:

  1. Melde dich an, hinterlasse einen Kommentar und ein Foto (falls du willst).
  2. Trage dich hier ein, um zu erfahren, wie weit die Website Idealist auf Deutsch gediehen ist.
  3. Wenn du dich schon vor dem Start der deutschen Idealist-Website mit anderen in Verbindung setzen möchtest, statte unseren deutschen Community-Foren einen Besuch ab. Dort kannst du andere treffen, die sich austauschen möchten.
  4. Erzähle deinen Freunde und Kollegen von unserer Initiative. Vielleicht möchten sie teilnehmen.
  5. Falls du gerne online arbeitest, kannst du für deine Kommune, deine Schule oder deinen Arbeitsplatz eine Website einrichten. Lade deine Freunde und Kollegen ein, diese zu besuchen und informiere uns darüber, damit wir einen Link zu dir erstellen können.

Und vor allem: Lass von dir hören! Wir haben zwar nicht viele Mitarbeiter, aber wir lesen jede E-Mail, die wir bekommen. Vielen Dank fürs Lesen und für dein Vertrauen. Wir freuen uns darauf mit dir zusammenzuarbeiten.




 
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